Futur Drei – Queere Filmtage ’21 – open air

Frei sein, Party machen. Das will Parvis (Benjamin Radjaipour), der als Kind der Millenial-Generation im Mittelklasse-Wohlstand Deutschlands aufwächst. Ganz bequem lebt er noch immer bei seinen Eltern, die als iranische Einwandererfamilie vor mehr als drei Jahrzehnten während der Islamischen Revolution nach Deutschland flohen. Dem Provinzleben in Hildesheim versucht sich Pavis durch Popkultur, Grindr-Dates und Raves zu entziehen. Nach einem mißlungenem Ladendiebstahl bekommt seine ´Heile Welt´ erste Risse und er muss Sozialstunden als Übersetzer in einer Unterkunft für Geflüchtete leisten. Dort trifft er auf das Charismatische Geschwisterpaar Banafshe und Amon, die ebenfalls aus dem Iran stammen. Zwischen ihnen entwickelt sich eine fragile Dreierbeziehung, die zunehmend von dem Bewusstsein ungleicher Zukunftschancen geprägt ist.

Faraz Shariats autobiografisches Regiedebüt ist ein mitreißendes Plädoyer für mehr Diversität; nicht nur im Kino. Ein queeres, postmigrantisches Filmerlebnis.

Faraz Shariat erzählt authentisch und zugleich künstlerisch vom queerenHeranwachsen in einer iranischen Einwandererfamilie in Deutschland in den 2000er – und liefert damit einen entschlossenen Gegenentwurf zum konventionellen Deutschen Kino, in dem postmigrantische Erlebnisse und Geschichten allzu oft ausgelassen oder lediglich heteronormativ stereotypisierend dargestellt werden. Sein sensibles, pop-affines und kraftvolles Plädoyer für mutigere Narrative und mehr Vielfalt machen „Futur Drei“ zu einem der erfolgreichsten deutschen Nachwuchsfilme der letzten Jahre.

kostet: 5 € erm., 7 reg.

Regie: Faraz Shariat
Drehbuch: Paulina Lorenz, Faraz Shariat
Darstellende: Benjamin Radjaipour, Eidin Jalali, Banafshe Hourmazdi
Genre: Drama, Debutfilm
Land: Deutschland, 2020
FSK: 16 Zeit: 92 Min.

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Die Aufführung ist Teil der Queeren Fürstenwalder Filmtage 2021.

Fürs Komplettprogramm schaut auf www.parkclub.info oder auf www.filmtheater-union.de (hier auch für den Kartenvorverkauf).
Wir bedanken uns, denn die Veranstaltung wird nur möglich durch das Engagement von: dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie Leben, dem brandenburgischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, der Stadt Fürstenwalde, dem Filmtheater Union Fürstenwalde, der Kulturfabrik Fürstenwalde gGmbH, Land-Kunst-Leben e.V. Steinhöfel und dem BLN (Berlin Lesbian Non-Binary Filmfest) und ganz vielen ehrenamtlichen Helfer_innen.